Reise Tips
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Rezepte. - 2:
Reise Tips.- 2.1:
Mittelböhmen. - 2.2:
Südböhmen. - 2.3:
Entlang der Moldau.
- 2.1:
- 3:
Wein.
2.Tag
Gegen 7 Uhr schäle ich mich aus der Koje und nach dem täglichen Triple-S, dem „Shit-Shave-&-Shower“-Prozedure packe ich meine sieben Sachen. Vom Nebengebäude aus gehe ich ins eigentliche Café mit dem Charme vergangener Zeiten. Das Frühstück ist okay und ich bezahle meine 35 Euro. Über Nacht hat es geregnet und es ist bedeutend kühler geworden. Das ist nicht verwunderlich, befinde ich mich doch auf über 800 m Höhe, was ich bislang gar nicht so registriert habe. Der Himmel ist wolkenverhangen, aber im Laufe des Tages wird es aufklaren. An der Grenze nach Tschechien, am ehemaligen „Eisernen Vorhang“ bei Nové ÚdolÃ, ist keine Menschenseele anzutreffen. Den korrekten Weg an der Abzweigung nach Stožec lasse ich mir von einem Radlerehepaar aus Prag bestätigen. Eine wiederbelebte Eisenbahnlinie begleitet mich kurz hinter der Grenze durch hohe Nadelwälder auf einer asphaltierten Fahrstraße der Kalten Moldau entlang. Es duftet nach Wald. Aus einer tief hängenden Regenwolke fallen ein paar seichte Tropfen, die mich keineswegs stören, ganz im Gegenteil, sie lassen das Aroma des Waldes noch intensiver ausfallen.
Im Gebiet der „Toten Au“ – in diesem Hochmoor fließen Kalte und Warme Moldau zusammen – schaffen die zwischen Birken und Weiden schwebenden Dunstfetzen im Zusammenspiel mit den bleifarbenen Wolken eine gespenstische Szenerie. Ich fahre in Richtung Nová Pec. Die gelben Fahrradschilder sind eine große Hilfe und vorbildlich beschriftet. Durch den lichten Wald hindurch schimmert der Moldaustausee, den ich kurz vor Nová Pec überquere. Es klart auf. Wolkentürme, mal heller, mal dunkler, je nachdem wieviel Wasser sie in sich tragen, werfen ihre Schatten auf die vom Wind bewegten Wiesen und Getreidefelder. Dazwischen blinzelt die Sonne hervor und begrüßt mich in Tschechien. Über Horni Plana (Oberplan) radle ich nach Hůrka weiter, wo ich in einem netten Lokal zu Mittag esse: Rumpsteak mit Spiegelei und Pommes frites, dazu zwei Apfelschorlen, das Ganze für 220 Kronen, umgerechnet ca. 9 Euro.
In Dolni VltavÃce erreiche ich die wartende Fähre, die mich ans Südufer des Moldaustausees bringt. Auf dieser stillen, idyllischen Route durch duftende Wälder und entlang des Stausees, erreiche ich den Ort Lipno. Hier steht die Staumauer des gleichnamigen Stausees. (Die Moldau wird vor Prag noch einmal bei OrlÃk angestaut, aber dazu später.) Von Lipno aus geht’s dann erstmal auf der Landstraße abwärts nach Vyššà Brod, wo ich Halt mache und mir nochmals zwei Apfelschorlen gönne. Es wird sehr heiß am Nachmittag, aber im Schatten der Alleebäume, die sich an das Moldauufer reihen, macht das Radeln Spaß. Im glitzernden Wasser und zwischen den Bäumen tauchen immer wieder Kanus und Schlauchboote auf, die in Lipno oder Vyššà Brod gestartet sind.
Am späten Nachmittag erreiche ich Rožmberk. Der pittoreske Ort mit der hoch gelegenen Burg lädt mich zum übernachten ein. Im „Biker’s Inn“ quartierte ich mich ein und genieße den Abend auf der Terrasse direkt über der Moldau. Gruppenweise erreichen jetzt die Bootsfahrer ihr Ziel und steuern auf die Einsetzstelle zu, kurz nachdem sie unter der Steinbrücke hindurch sind. In den Abendstunden steige ich gemächlich zur Burg hinauf. Die tiefstehende Sonne taucht den unter mir liegenden, von der Moldauschleife eingerahmten Ort in kontrastreiches Licht. Ich sitze auf der Burgmauer und genieße die Aussicht.





